12.11.2015

Ohne Pressereisen gäbe es keinen Reiseteil

Durchschnittlich rund 50 Prozent der Reiseteile von Tageszeitungen, Magazinen und Online-Portalen entstehen aufgrund einer Pressereise. Teilweise liegt der Anteil der Artikel, für die organisierte Reisen die Inhalte liefern, noch höher – mit einem Spitzenwert von 100 Prozent. Dies ergab eine Umfrage der PR-Agentur noble kommunikation zum Thema Pressereisen bei 50 für das Reiseressort verantwortlichen Redakteuren.  

Den Ergebnissen nach erhalten Reiseredaktionen im Monat durchschnittlich 15 Einladungen zu Gruppen- und neun zu individuellen Pressereisen. Auch hier gibt es große Unterschiede. Die Spannbreite für Gruppen-Pressereisen reicht dabei von zwei bis 50 Einladungen pro Monat. Deutlich kleiner ist die Zahl bei individuellen Touren mit einem Maximum von 35 Einladungen pro Monat. Wenige Recherchen entstehen hingegen auf Eigeninitiative der Redaktion – nur zwei im monatlichen Durchschnitt.

Auch wenn sie selbst selten auf Reise gehen können, erachtet eine Mehrzahl der Befragten, Pressereisen als wichtig. Als Grund dafür nennen sie neben den eigenen Recherche-Möglichkeiten, die von Agenturen angelieferte Texte nicht ersetzen können, das Knüpfen und Pflegen von Kontakten. Zudem formuliert ein Umfrage-Teilnehmer spitz: „Es gibt mehr gute Schreiber, als solche, die in der Lage sind individuell ihre Reise zu organisieren.“

Marina Noble, Inhaberin von noble kommunikation, hätte die Zahl der Einladungen sogar noch höher erwartet: „Wir hören immer wieder, dass Redaktionen geradezu überschwemmt werden. Für PR-Leute ist es daher nicht einfach, jede Reise zu besetzen. Gleichzeitig beobachten wir einen Trend hin zu individuellen Recherchen. Diese haben oft einen kulinarischen, kulturellen oder wissenschaftlichen „Aufhänger“. Dabei werden Reisethemen sozusagen in einem “anderen Kleid“ verpackt und auch für andere Medien oder Ressorts relevant.“ Zudem verweist sie auf immer mehr Projekte mit freien Autoren, Special Interest-Publikationen sowie im Bereich Social Media mit Bloggern oder Vloggern.

In der Umfrage kamen auch Verbesserungspunkte zur Sprache. Die am häufigsten geäußerten Wünsche an die Organisatoren sind:

-       Weniger straffes Programm, dafür mehr Zeit für individuelle Recherchen;

-       Kürzere Reisen mit einfacher Anreise, um nicht zu lange vom Schreibtisch weg zu sein;

-       Mehr themenorientierte Reisen mit einem aktuellen Aufhänger;

-       Mehr Vorlauf bei den Einladungen, möglichst zwei bis drei Monate;

-       Rahmenbedingungen, wie welche Reisekosten werden übernommen, sollten bereits in der Einladung klar formuliert sein

 

Zum genannten Punkt der klaren Vorabinformation zu Rahmenbedingungen wie Kostenübernahmen hat der PR-Kreis der Vereinigung Deutscher Reisejournalisten (VDRJ) für mehr Transparenz von rund 50 PR-Agenturen und Pressestellen getragene Standards erstellt.

http://vdrj.de/fileadmin/user_upload/dokumente/VDRJ%20PR%20Kreis_Pressereisen_Standards_Februar%202015.pdf

noble kommunikation hat die Umfrage teils über Surveymonkey, teils über Telefoninterviews durchgeführt. Insgesamt nahmen 50 Reiseredakteure aus den Bereichen Tageszeitung, Magazine (ohne Reise-Magazine) und Online-Portale teil.

noble kommunikation,Neu-Isenburg, ist auf Medienarbeit, Social Media und Marketing-Kommunikation im Bereich Reise und Tourismus spezialisiert. Beim Ranking „Touristik PR-Agentur des Jahres“ belegt die Agentur im sechsten Jahr Platz Eins – 2015 gewählt von rund 200 Journalisten. www.noblekom.de

 

Neu-Isenburg, November 2015


Kontakt für Rückfragen der Medien:

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Fax: +49 (0)6102-3666-11, Luisenstraße 7, D-63263 Neu-Isenburg,
E-Mail: info@noblekom.de, Internet www.noblekom.de


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